Die erste Retrospektive über das faszinierende Werk Edmund Kestings (1892 – 1970) liefert eine längst fällige und umfassende Entdeckung dieses außergewöhnlichen Künstlers der Moderne in Deutschland. Zwischen 1914 und 1970 hat Kesting sich als Künstler immer wieder neu erfunden und war in allen seinen Werkphasen ein Avantgardist. Ab 1933 als „entartet“ diffamiert, war Kesting nach 1945 in der SBZ/DDR erneut nicht anerkannt. Seine Arbeiten wurden bis an sein Lebensende immer wieder bei den großen, wichtigen Ausstellungen, z. B. in Dresden, abgelehnt. Die umfassende Retrospektive zeigt nun etwa 240 Werke aus mehr als 40 Sammlungen aus Deutschland, Belgien, Österreich und der Schweiz.
Edmund Kesting: Ohne Titel [»Bildbauwerk«], 1926, Collage, Pappe, Karton, farbige, zum Teil strukturierte Papiere, Metall, montiert, farbig gefasst, montiert auf Pappe, 46,2 x 31 cm, Privatsammlung; Foto: Andreas Kämper, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026