1919 begegneten sich Ernst Ludwig Kirchner und Philipp Bauknecht erstmals in Davos. Beide Künstler zogen aus gesundheitlichen Gründen in die Schweizer Alpen. Sie traten in einen künstlerischen Austausch und schätzten die Arbeiten des jeweils anderen. Beide malten expressionistisch: kräftige Farben, vereinfachte Formen – doch ihre Werke könnten kaum unterschiedlicher sein. Kirchners Arbeiten strahlen Dynamik und existenzielle Spannung aus, Bauknechts Bilder dagegen ruhige, farbpoetische Harmonie. Die Ausstellung zeigt, wie derselbe Ausdruckswille zu völlig verschiedenen Bildwelten führen kann.
Ernst Ludwig Kirchner, Stafelalp im Nebel, 1918, Öl auf Leinwand, Museen der Stadt Aschaffenburg © Foto: Museen der Stadt Aschaffenburg