Karl Hofer (1878 – 1955) war einer der bedeutendsten und zugleich eigenständigsten Künstler der klassischen Moderne in Deutschland. Über 60 zentrale Gemälde, voran aus der Sammlung Arthouse, zeichnen ein eindringliches Porträt eines Künstlers, dessen Schaffen drängende Fragen nach Humanität und Existenz aufwirft. Von den Nationalsozialisten als „entartet“ diffamiert, prägte Hofer nach 1945 als Direktor der Hochschule für bildende Künste in Berlin maßgeblich die westdeutsche Kunstdebatte und verteidigte die figurative Malerei gegen die wachsende Dominanz der Abstraktion. Die Schau kontextualisiert sein Werk durch Gemälde der Halleschen Schule sowie von Willi Baumeister (1889 – 1955) und beleuchtet so die Rezeption seines Schaffens in Ost- und Westdeutschland.
Credit: Karl Hofer: „Paar“, 1951, Sammlung Arthouse; Foto: Kesting