Der Titel „i n n e h a l t e n“ der Ausstellung von Elly Weiblen (* 1950) und Jürgen Heinz (* 1969) verweist auf die Essenz der beiden Künstler*innen und ihrer Werke. Beginnend mit der Formensprache fallen zunächst die unterschiedlichen Gattungen auf: bewegte und statische Plastiken von Jürgen Heinz, malerische und zeichenhafte Setzungen von Elly Weiblen. Doch auf den zweiten Blick verdichtet sich, was man zu- nächst nur bemerkt, aber noch nicht eingeordnet hat: die Freude an der Form und der Nicht-Form. Oder anders ausgedrückt: das Innehalten und Nachspüren von Geste, Farbe, gestaltetem Ausdruck und der Frage des Impulses. Diesem kommt eine besondere Bedeutung zu, ob durch den Träger der malerischen und zeichnerischen Sprache – Leinwand, Papier – oder den Blick auf eine Plastik als architektonische oder figurative Assoziation. Gleichberechtigt ergeben diese Formen, die sich aus dem Tun und Nicht-Tun speisen, ein Ganzes.
Bildmotiv Weiblen/Heinz