Aus welcher Motivation sammeln Menschen Kunst? Im besten Falle aus Leidenschaft! Mit Offenheit, Freude an überzeugender Gestaltung und Begeisterung für Ausdrucksformen, die von einer Tendenz zur Reduktion geprägt sind, haben Maximilian und Agathe Weishaupt ab Mitte der 1980er-Jahre eine beeindruckende Kollektion aufgebaut. Spannende junge Positionen und Neuentdeckungen treffen auf Stars der Kunstszene wie Rupprecht Geiger, Camille Leberer, Vera Molnár, David Nash oder Sean Scully und Sol LeWitt. Räume mit Erscheinungsformen des Lichts, zur Kunst der 60er-Jahre oder zum Prinzip der Faltung wechseln mit Künstlerräumen, farbintensive Werke mit präzisem Minimalismus in Schwarz-Weiß. Die in Zusammenarbeit mit Agathe Weishaupt erarbeitete Präsentation im Kunstmuseum Ahlen bietet nun die seltene Gelegenheit, diese qualitativ herausragende, aber öffentlich bislang wenig gezeigte Münchner Privatsammlung kennenzulernen. Erstmals sind auch Werke des 2018 verstorbenen Maximilian Weishaupt zu sehen, der nicht nur ein passionierter Sammler war, sondern sich auch künstlerisch mit Räumen, geometrischen Körpern und Oberflächen auseinandersetzte.
Camill Leberer: „Agora“, 2002, Metall, Lack, 2-teilig, 200 x 250 x 3 cm; © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Andreas Pauly, München