Bodensee 3. Tag

Im Kunstzentrum Bregenz

Der letzte Tag steht im Zeichen der Kunst und Kultur. Mit zwei eindrucksvollen Museumsneubauten hat die vergleichsweise kleine Stadt im Voralberg internationale Aufmerksamkeit generiert.

In Deutschland und der Schweiz waren wir jetzt schon, nun gilt es die letzte Grenze im Dreiländereck zu überqueren. Während sich am Horizont majestätisch die Gipfel des Walserkamms erheben, steuern wir das österreichische Bregenz an, Festspielstadt und Kunstzentrum. Mit zwei eindrucksvollen Museumsneubauten hat die vergleichsweise kleine Stadt im Voralberg internationale Lorbeeren eingeheimst. Den Anfang machte 1997 das von dem Schweizer Architekten Peter Zumthor entworfene Kunsthaus, ein kantiger Solitär aus Stahl und Beton mit einer bemerkenswerten Fassade aus Glasplatten, in denen sich das Licht des Bodensees spiegelt. Seit seiner Eröffnung ist das Kunsthaus mit seinen Ausstellungen und Projekten zu einem der führenden europäischen Orte für zeitgenössische Kunst geworden. Aktuell wird in Kooperation mit dem Kunstraum Dornbirn eine Werkschau der belgischen Künstlerin Berlinde De Bruyckere gezeigt. Während im Kunsthaus auf drei Etagen ihre Zeichnungen, Collagen und Skulpturen präsentiert werden, ist in Dornbirn eine große Installation mit neu geschaffenen Pferdeskulpturen zu sehen.

Der Erweiterungsbau des Voralberg Museums in Bregenz
Der Erweiterungsbau des Voralberg Museums in Bregenz, der 2013 eröffnet wurde (Foto: Hans Peter Schiess)

Der andere spektakuläre Neubau ist der 2013 eröffnete Erweiterungsbau für das Voralberg Museum, dessen helle, von einem Betonblütenrelief überzogene Fassade ebenfalls zur Bühne für das Tageslicht wird. Auch im Innern überzeugt das Haus, das der Kulturgeschichte der Region gewidmet ist. Wer erleben möchte, wie ein zeitgemäßes Museum im 21. Jahrhundert wirken sollte, dem sei ein Besuch dringend ans Herz gelegt. Auf der Rückfahrt zum Flughafen Zürich machen wir kurz Rast in Rorschach, um an diesem Tag einen dritten Kunsttempel zu bestaunen. Im neu gestalteten Seeareal ist das futuristisch anmutende Forum Würth nicht zu verfehlen. Der lichte Bau dient als Ausstellungshalle für wechselnde Präsentationen aus der Sammlung Würth, meist mit dem Schwerpunkt Schweizer Kunst.
Mehr schaffen wir leider in drei Tagen nicht, obwohl es noch viel zu sehen gibt: die Blumeninsel Mainau, das Dorniermuseum in Friedrichshafen mit den Zeppelinen, die Wallfahrtskirche in Birnau, das Museum in St. Gallen … Aber versprochen, wir kommen wieder.

 

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