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Erdöl – Zukunft oder Verderben?

Eine neue Ausstellung am Kunstmuseum Wolfsburg wirft einen spekulativen, poetischen Blick zurück auf die seit rund 100 Jahren andauernde Gegenwart der Erdölmoderne

Von Kunstmuseum Wolfsburg
24.09.2021

Kein anderer Stoff wird die Gesellschaften im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert so geprägt haben wie das Erdöl. Flugzeuge, Panzer und Weltraumraketen, Autobahnen, Shopping Malls und Vorortsiedlungen, Nylonstrümpfe, Plastikberge und Vinyl – zentrale Materialien und Technologien, Lebensweisen und Visionen unserer Zeit verdanken sich der Energiedichte und Wandelbarkeit von Erdöl. Jetzt zeichnet sich jedoch die Dämmerung des „Ölzeitalters“ ab, auch wenn dessen Ende weder genau datiert noch in seinen Auswirkungen abgeschätzt werden kann. Die Ausstellung „Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters“ (4.9.2021–9.1.2022) am Kunstmuseum Wolfsburg wirft daher einen spekulativen, poetischen Blick zurück auf die seit rund 100 Jahren andauernde Gegenwart der Erdölmoderne. Aus der Distanz einer hypothetischen Zukunft wird gefragt, was typisch war an dieser unserer Zeit, was großartig und schön, was hässlich und furchtbar, und wie sich all das in Kunst und Kultur widerspiegelt. Vom Ichthyosaurier-Skelett zum mehrere Zentimeter tiefen Ölspiegel: Die Schau zeigt über 220 Exponate, die sich mit Erdöl und seinen Materialien beschäftigen.

Tetsumi Kudo Kunstmuseum Wolfsburg
Tetsumi Kudo, „Untitled“, 1971 aus Kunstharz, Elektronik, Plexiglas (21 x 53 x 53 cm) aus der Collection Antoine de Galbert, Paris. © Courtesy Collection Antoine de Galbert, Foto: Cloé Beaugrand/VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Eine umfangreiche Publikation, herausgegeben von Andreas Beitin, Alexander Klose und Benjamin Steininger, stellt ein umfassendes Kompendium der Kunst in der internationalen Erdölmoderne dar und behandelt auch Arbeiten, die in der Ausstellung nicht gezeigt werden können. Im Spiegel der Kunstwerke werden gesellschaftliche, ökonomische, politische und kulturelle Bedingungen in verschiedenen zeitlichen Abschnitten und in verschiedenen regionalen Ausprägungen der Erdölmoderne rund um den Globus sichtbar. Erhältlich für 39 Euro im Museumsshop.

Service

AUSSTELLUNG

„Oil. Schönheit und Schrecken des Erdölzeitalters“

Kunstmuseum Wolfsburg

bis 9. Januar 2022

kunstmuseum.de

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