30.01.2019 Matthias Ehlert

Die neue Weltkunst ist da

In der Februar-Ausgabe der WELTKUNST blicken wir auf ein ereignisreiches Auktionsjahr zurück und lassen uns von Tobias Meyer den globalen Kunstmarkt erklären

Tobias Meyer war viele Jahre der Star-Auktionator bei Sotheby’s, nun handelt er privat mit hochkarätiger Kunst, mitunter auch im neunstelligen Dollarbereich. Unsere Chefredakteurin Lisa Zeitz kennt ihn noch gut aus ihrer Zeit als FAZ-Kunstmarktkorrespondentin in New York. Damals  bewunderte sie sein Auftreten am Auktionspult, wo er „wie ein Schlangenbeschwörer Arme und Körper bewegte, um dem Publikum die Gebote zu entlocken.“ Jetzt besuchte sie Tobias Meyer in seinem Büro im 25. Stock des Seagram Building und überredete ihn für die WELTKUNST einen persönlichen Rückblick auf das Kunstmarktjahr 2018 zu verfassen.

Meyer schlägt in seinem Essay einen historischen Bogen von den Medici und Borghese-Fürsten bis zu den Superreichen unserer Tage. Seine These ist, dass zeitgenössische Kunst eigentlich immer – bis auf wenige, kurze Zeiträume – den Markt dominierte. Er erklärt, warum Manet, Beuys, Bruce Nauman und Donald Judd einst so „billig“ waren, beschreibt den Beginn des neuen Zeitgenossen-Hypes in den später 1990er Jahren mit Künstlern wie Damien Hirst und Jeff Koons und analysiert, welche Künstler vom „Trump-Transfer“, dem Sammeln in bewusster Abgrenzung zu den Werten des jetzigen US-Präsidenten, momentan am meisten profitieren.

Den vollständigen Essay lesen Sie in der neuen WELTKUNST, die Sie hier bestellen können.

Claude Monet,
Claude Monet, "Nymphéas en fleur", erzielte bei Christie's Versteigerung der Peggy und David Rockefeller Collection einen Zuschlag von 75 Millionen Dollar – Rekord für den Künstler. Foto: Christie’s Images Limited 2018.

Weiter listen wir die bestverkauften dreißig Kunstwerke international und im deutschsprachigen Raum auf und werfen kleine Schlaglichter auf interessante Trends wie den späten Triumph der abstrakten Expressionistinnen oder die erfreulichen Entwicklungen bei europäischem Porzellan im Spitzensegment. 

Tobias Meyer, fotografiert von Claudia Paul
Tobias Meyer, fotografiert von Claudia Paul