Ski-Kunst-Wein-Wochen am Arlberg: ein exklusives Angebot für WELTKUNST-Leser

- Michael von Hassel, Foto aus der Serie "Saint Summits III - Arlberg - Austria"
Ein Zauberberg der Kunst
Ein Ort, an dem besondere Initiativen gedeihen, war das Bergdorf St. Christoph, auf 1800 Metern am Arlbergpass gelegen, schon immer: Im 14. Jahrhundert gründete hier ein Findelkind aus Kempten mit dem Segen des Papstes eine Bruderschaft, die Reisenden beim Weg über die Berge beistand. Wer in einen Schneesturm geriet, fand in ihrem Hospiz Zuflucht. Auf den Grundmauern dieser Herberge steht heute das Luxus-Hotel Arlberg Hospiz, wobei hier Luxus wenig mit Protz, aber viel mit Behaglichkeit und Service zu tun hat. Der Weinkeller der Bruderschaft aus dem Jahre 1386 wird bis heute vom Hotel genutzt. Weinkennern ist das Hospiz dank seiner Sammlung an Großwein-Flaschen, eine Tradition der russischen Zaren, ein Begriff. Der Wein-Guru Hardy Rodenstock hielt hier legendäre Degustations-Dinner ab, wo an einem Abend Bundespräsident a. D. Walter Scheel, der Erbprinz von Liechtenstein und Eckart Witzigmann Raritäten wie 1966er Chateau d’Yquem, 1959er Chateau Pétrus und 1875er Chateau Margaux verkosteten.
Als Florian Werner, 43, das Hotel von seinen Eltern übernahm, bebegann er, es in ein Kunst-Hotel zu verwandeln. „Es fing damit an, dass ich meiner Schwester zur Hochzeit ein Bild malen wollte.“ Er ließ sich von einer Malerin beraten – und fing Feuer für die Kunst. Im Winter 2008 rief er ein Artist-in-Residence-Programm ins Leben: Künstler aus aller Welt verbringen eine Woche im Hospiz. Sie können im Atelier des Hotels arbeiten, eine Auswahl ihrer mitgebrachten Werke ausstellen und mit interessierten Gästen ins Gespräch kommen. Außerdem malt Werner selbst und sammelt Kunst und Fotografie, die er überall im Hotel platziert, mit Sachverstand, bisweilen mit Witz und Sinn für Überraschungen. So begegnet der Gast im Spa einem akrobatisch gebogenen Frauenkörper der Münchner Künstlerin Judith Grote, am Sauna-Ausgang sitzen an der Wand ganze Rudel bronzener Dürer-Hasen Ottmar Hörls. Und am Hoteleingang empfängt den Ankömmling ein hyperrealistisches Foto des deutschen Shooting-Stars Michael von Hassel: Es zeigt die verschneiten Berge – und mittendrin das Hospiz-Hotel. Inzwischen stiftete Werner über einen Gast und zusammen mit der National Art School im australischen Sydney einen Kunstpreis, im Sommer eröffnete er in Bregenz eine Galerie – und jetzt vergibt er auch im Hotel einen Preis: den Hospiz-Kunstpreis. Diese Saison erhielt ihn der junge Hamburger Peter Nikolaus Heikenwälder. Der war im März 2009 Artist in Residence im Hospiz und war vor allem vom Schnee fasziniert: „Alles war weiß, fast die ganze Zeit. Ich habe das nicht glauben wollen, denn dort, wo ich herkomme, ist niemals alles weiß.“ Dann fielen ihm „kleine Unreinheiten auf. Immer wieder waren in dem Weiß kleine bewegliche Dinge (Skifahrer, Anm. d. Red.) zu erspähen.“ Heikenwälder schuf im Hospiz die Serie „Alles weiß“.
Die Leidenschaft, mit der seine Eltern den Weinkeller aufbauen, prägt auch den Umgang Florian Werners mit der Kunst. „Ich hatte ein bisschen zuviel davon aufgehängt“, bekennt er selbstkritisch. Deshalb lässt er sich jetzt von Kuratoren der Wiener Consulting-Firma section.a beraten. Die Künstler haben ihren österreichischen Zauberberg ins Herz geschlossen: Michael von Hassel schwärmt vom „tollen Ambiente“, den „interessanten Menschen“, die man im Hotel trifft und von der „Leichtigkeit“ und „Schnelligkeit“, mit der Florian Werner „Dinge möglich macht“. Das Arlberg Hospiz ist kein Ort, wo Kunst nur dekorativ an den Wänden hängt, sondern einer, wo sich Künstler zuhause fühlen und wo man den Herzschlag der Kunst spürt. In der Installation „Heartbeat“ von Lorenz Schimpfössl hört man ihn sogar: mit jedem Herzschlag geraten die Farbpigmente auf der Lautsprecher-Membran in Bewegung und hinterlassen auf dem Boden ihre Spuren. HOLGER CHRISTMANN
Ein exklusives Angebot für die WELTKUNST-Leser:
vom 10.-17. Januar, 7.-14. Februar und 14.-21. März veranstaltet das Hotel
Alberg-Hospiz Ski-Kunst-Wein-Wochen. Tagsüber skifahren, abends Kunst, Wein und Kulinarik – von der Antike bis zur Gegenwartskunst, lautet das Motto.
WELTKUNST-Leser erhalten einen Rabatt von 10 Prozent auf den Reisepreis.
Nähere Infos unter:
www.hospiz.com
Tel: 00 43/54 46 26 11

